26.08.2011

Deutscher Senioren Cup 2011

in Bad Blankenburg (Thüringen)
Werner Vonderlage holt sich den Titel in der C Gruppe

Bericht von dem 1. Deutschen Senioren-CUP in Bad Blankenburg

Am 17.08.2011 bis 24.08.2011 wurde der 1. DSC in Bad Blankenburg vom ESV Lok Sömmerda unter der bewährten Turnierleitung von Roland Töpfer und seinem Schiedsrichter Albrecht Beer (NSR) nach der Ausschreibung durchgeführt.
von links:
Ernst Kotzem,
Werner Vonderlage
und Dr. Werner Didzuhn
Leider gab es eine Terminüberschneidung mit der DEM-Senioren die dazu führte das die Teilnehmerzahl sehr gering in den einzelnen Wertungsgruppen ausfiel, hinzu kam die ungenügende Zuarbeit einiger Referenten aus den LV. Weiterhin gab es zusätzliche Absagen einiger Teilnehmer durch Krankheit die letztendlich dazu führten das wir in der A-Gruppe lediglich noch 3 Spieler zur Verfügung hatten.
Die Org. Leitung entschied sich für eine Zusammenlegung der A-Gruppe mit der B-Gruppe, nun entstand ein weiteres Problem denn in allen 3 Gruppen war man plötzlich mit einer ungeraden Teilnehmerzahl vertreten, daraufhin wurde ein Spieler von der Gruppe C in die A+B Gruppe zugeordnet.
Für diese "negativen Erscheinungen" wurden aber die Teilnehmer mit den hervorragenden Bedingungen in der Landessportschule entschädigt, denn jede Paarung hatte seinen eigenen Tisch und eine hervorragende Organisation lies dieses 1. DSC zu einem echten Erlebnis werden.
Die Eröffnung wurde durch den Referenten des Deutschen Schachbundes Helmut Escher durchgeführt, danach gab es einige organisatorische Hinweise vom Org.Leiter und danach wurde die Meisterschaft vom Nationalen Schiedsrichter Albrecht Beer eröffnet.
Bereits in Runde 1 sorgte Manfred Gensch (Gr.C)für Aufsehen denn Edmund Lomer musste sich geschlagen geben.
In Runde 2 kam Klaus Bräunlin nicht über ein Remis gegen HilmarPetzold hinaus und Michail Bogorad verlor seine Partie gegen den späteren Gesamtsieger Dieter Liebisch, somit wurde es zunehmend von Runde zu Runde spannender in der A+B Gruppe.
In der 3. Runde verlor Dieter Liebisch gegen den stark aufspielenden Hilmar Petzold und Klaus Bräunlin streute ein weiteres Remis gegen die Nr.14 Erhard Trefzer ein. In Runde 4 kam es nun zum direkten Vergleich zwischen Michail Bogorad und Klaus Bräunlin und es war ein sehr interessantes Endspiel auf dem Brett, erst in Zeitnot in der Endspurtphase griff M.Bogorad fehl und konnte somit seinen "kleinen" Vorteil nicht in einen Sieg umsetzen und verlor durch ZÜ.
Werner Wiesner war vielleicht nicht so richtig motiviert und spielte ein "unglückliches" Turnier. In Runde 5 kam es zum Thüringer Duell zwischen Lothar Schmidt und Dieter Liebisch, diesmal setzte sich Dieter souverän durch. Die 6. Runde brachte nun eine Vorentscheidung über den Gesamtsieg in dieser zusammengelegten Gruppe, denn Dieter Liebisch musste sich mit Klaus Bräunlin auseinander setzen und wer Dieter kennt, weiß das er sehr kreativ und forsch spielt und das bekam auch nach Setzliste Nr.1 Klaus Bräunlin zu spüren. Michail Bogorad musste ebenfalls in ein Remis gegen Hilmar Petzold einwilligen. In der letzten Runde reichte Dieter Liebisch ein Remis zum Gesamtsieg, auch Klaus Bräunlin trennte sich gegen Lothar Schmidt Remis, somit konnte Michail Bogorad nicht noch einmal angreifen und musste sich mit dem 2. Platz zufrieden geben.
In der C-Gruppe gab es leider nur 10 Spieler und der TOP-Favorit in dieser Gruppe war Werner Vonderlage, erst in Runde 3 kam es zum direkten Vergleich zwischen Werner Vonderlage gegen Ernst Kotzem und es wurde eine der spannendsten Kämpfe in diesem Turnier, mit einem kleinen Vorteil im Endspiel konnte Ernst Kotzem leider diesen nicht umsetzen und verlor somit sehr unglücklich. Nun konnte sich Werner Vonderlage in der darauf folgenden Runde ein Remis gegen Dr. Werner Didzuhn leisten. In Runde 5 wäre es fast Dr. Hans-Dieter Maetzing in einer sehr aussichtsreichen Stellung gelungen einen vollen Punkt gegen die Nr.1 zu holen, aber auch bei ihm lagen am Ende die Nerven blank und verlor somit die Partie.
In Runde 6 knöpfte Erhard Engelhardt einen halben Punkt dem führenden W.Vonderlage ab und E.Kotzem siegte gegen Karl Lisowski und war nun punktgleich.
In der letzten Runde musste nun W.Vonderlage auf Nummer sicher gehen und ließ somit mit voller Konzentration keine Schwäche gegen den Turnierleiter Roland Töpfer zu und wurde somit verdienter Sieger in der Gruppe C.
In der D-Gruppe lagen immerhin 6 Spieler mit ihren Wertzahlen eng beieinander und man konnte sehr gespannt sein wer wohl das Rennen am Ende gewinnt. Bereits in Runde 1 musste sich Hannelore Hoose gegen Prof. Volker Pfüller geschlagen geben und Manfred Merbach begann als Nr.5 mit einem "Fehlstart" die Nr. 13. In Runde 2 verlor die Nr.1 und Christoph Helbig besiegte Prof. V.Pfüller.
Ab der 3. Runde setzte sich Christoph Helbig an die Spitze und gab erst in Runde 5 einen halben Punkt gegen Manfred Merbach ab. Jürgen Steinhoff hatte sich wieder etwas an die Spitze heran gespielt, musste aber gegen Prof. V.Pfüller in Runde 5 erneut eine Niederlage hinnehmen.
In der 6. Runde kam es zum direkten Vergleich zwischen Jürgen Steinhoff und Christoph Helbig, letzterer konnte sich erneut durchsetzen und übernahm somit mit 5,5 Punkten die alleinige Spitze.
In Runde 7 siegte Chr. Helbig gegen Helmut Marcollek und Prof.V.Pfüller überzog seine Partie gegen Dr.Hasso Daebel konnte aber am Ende mit einer besseren Wertung den 2. Platz behaupten. Natürlich gab es auch ein Rahmenprogramm vom Ausrichter was zur Freude der Teilnehmer wohlwollend angenommen wurde.
So gab es ein Schnellschachturnier mit 16 Teilnehmern was Werner Wiesner souverän beherrschte, einen Preisskat, 2 Durchgänge mit 14 Teilnehmern was wiederum durch Werner Wiesner gewonnen wurde und zum Abschluss gab es noch ein Blitzturnier mit ebenfalls 14 Teilnehmern, hier siegte diesmal ganz souverän Michail Bogorad.
Vor der 2. Runde wurden die 3 Damen vom Turnier mit einer Flasche Sekt durch den Turnierleiter Roland Töpfer geehrt. Bei der Siegerehrung gab es von den Teilnehmern sehr viel Applaus für die hervorragende Durchführung des 1. Deutschen Senioren-CUP in Bad Blankenburg.

Kölleda, 25.08.2011
Berichterstatter
Roland Töpfer/Org. Leiter

Von: Rainer Borgstedt
Schachklub Sieker Bielefeld